Buchdruck

Der Buchdruck ist der Bruder des Holzschnitt.
So wie der Holzschnitt Bilder druckt, so druckt der Buchdruck Text.

Beide beruhen auf dem Verfahren, nicht zu druckende Teile aus der Druckplatte herauszuschneiden.
Buchdruck wie Holzschnitt gehören zu den Hoch-Drucktechniken, die so heißen, weil die hoch stehenden Bereiche der Druckform Farbe auf einen Druckträger wie Papier übertragen, wodurch ein seitenverkehrter Abdruck entsteht.

Besonders deutlich sieht man das, wenn mit hölzernen Lettern gedruckt wird, denn sie sind in Holz geschnitten und so gesehen nichts anderes als ein Holzdruckstock.

Der Buchdruck gehört zu den Drucktechniken, die ihrem Namen alle Ehre machen, nämlich weil tatsächlich noch mit Druck gearbeitet wird.

Das beim Buchdruck noch mit echtem, spürbaren Druck gearbeitet wird, gibt dem Gedruckten etwas ganz Besonders: Man kann nämlich das, was aufgedruckt wurde, nicht nur betrachten, man kann es auch fühlen.

Ob Bild oder Text, ob vom Holzdruckstock oder von der Letter gedruckt: Wenn die Fingerspitzen über die Rückseite des Papiers streichen, dann können sie den sogenannten Spiegel spüren, der beweist, dass dieses Stück aus einer Druckerpresse kommt.
Im Buchdruck Produziertes ist also nicht nur etwas zum Betrachten sondern auch zum Anfassen.

 

 

Trettiegel
Diese manuelle Maschine wird gebraucht für Einzelabzüge mit Handanlage für den Buchdruck.